KI-gestützte Dokumentation: Was 2,5 Millionen Arztbesuche über die Zukunft der Praxis verraten
Eine Studie von Kaiser Permanente zeigt: KI-Dokumentation spart Ärzten tausende Stunden – und Patienten profitieren von mehr Aufmerksamkeit. Was bedeutet das für die Psychotherapie?

Die Studie
Kaiser Permanente, einer der größten Gesundheitsversorger der USA, hat nach einem Jahr KI-gestützter Dokumentation Bilanz gezogen. Die Ergebnisse, veröffentlicht im NEJM Catalyst, sind beeindruckend:
- 2,5 Millionen Patientenkontakte wurden mit KI-Unterstützung dokumentiert
- 7.260 Ärzte nutzten die Technologie aktiv
- 16.000 Stunden Dokumentationszeit wurden eingespart
- 88% der Ärzte berichteten von positiven Auswirkungen auf ihre Patientengespräche
Weniger Bildschirm, mehr Blickkontakt
Das Ziel der Implementierung war klar: Ärzte sollten weniger Zeit mit der Tastatur verbringen und mehr Zeit für ihre Patienten haben. Die Befragungen zeigen, dass genau das eingetreten ist.
Die Perspektive der Ärzte:
- 63% nutzen die KI-Dokumentation bei jedem Patientenkontakt
- Zwei Drittel setzen sie an 5 oder mehr Tagen pro Woche ein
- Die häufigsten Nutzer berichten von der größten Zeitersparnis
Die Perspektive der Patienten:
- Über ein Drittel gab an, dass ihr Arzt mehr Zeit als üblich direkt mit ihnen sprach
- 47% bemerkten, dass ihr Arzt weniger auf den Bildschirm schaute
- 66% fühlten sich mit der Technologie wohl
Wo die Technologie am meisten hilft
Ein besonders interessantes Ergebnis: Die höchsten Nutzungsraten fanden sich in Fachbereichen mit dem größten Dokumentationsaufwand – und dem höchsten Burnout-Risiko.
Mental Health führt die Liste an. Psychotherapeuten und Psychiater gehörten zu den aktivsten Nutzern der KI-Dokumentation. Das überrascht nicht: Gerade in der psychotherapeutischen Arbeit ist volle Präsenz entscheidend. Jede Sekunde, die mit Tippen verbracht wird, ist eine Sekunde weniger Aufmerksamkeit für den Menschen gegenüber.
Dr. Vincent Liu, einer der Studienautoren, bringt es auf den Punkt: „Sowohl Ärzte als auch Patienten schätzen den direkten Kontakt während eines Termins sehr. Die KI-Dokumentation unterstützt genau das."
Qualität und Sicherheit
Eine berechtigte Frage: Wie genau arbeitet die KI? Die Forscher analysierten 35 KI-generierte Zusammenfassungen und bewerteten sie nach Kriterien wie Genauigkeit, Konsistenz und Neutralität. Das Ergebnis: durchschnittlich 48 von 50 möglichen Punkten.
Wichtig dabei: Die KI trifft keine medizinischen Entscheidungen. Sie erstellt Entwürfe, die der Arzt überprüft und bei Bedarf anpasst. Die finale Verantwortung bleibt beim Behandler – die KI nimmt nur die Schreibarbeit ab.
Was bedeutet das für die Psychotherapie in Deutschland?
Die Studienergebnisse aus den USA lassen sich nicht 1:1 übertragen, aber die Kernerkenntnisse sind universell:
- Dokumentation frisst Zeit – Zeit, die für Patienten oder Erholung fehlt
- KI-Unterstützung funktioniert – bei hoher Akzeptanz von Ärzten und Patienten
- Die Qualität stimmt – wenn die Technologie richtig implementiert wird
- Mental Health profitiert besonders – wegen des hohen Dokumentationsaufwands
In Deutschland kämpfen Psychotherapeuten mit denselben Herausforderungen: Verlaufsberichte, Anträge an die Krankenkasse, Dokumentationspflichten. Die durchschnittliche Wartezeit auf einen Therapieplatz beträgt Monate – auch weil Therapeuten einen erheblichen Teil ihrer Zeit mit Verwaltung verbringen.
Genau hier setzt Psynex an. Wir entwickeln KI-gestützte Dokumentation speziell für die Anforderungen deutscher Psychotherapiepraxen – DSGVO-konform, in der EU gehostet, und angepasst an die Realitäten des deutschen Gesundheitssystems.
Fazit
Die Kaiser Permanente Studie zeigt, was möglich ist, wenn KI-Dokumentation richtig eingesetzt wird: Ärzte gewinnen Zeit zurück, Patienten bekommen mehr Aufmerksamkeit, und die Qualität der Dokumentation bleibt hoch.
Für uns bei Psynex ist das eine Bestätigung unserer Vision. Die Technologie ist bereit. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann sie zum Standard wird.
Quelle: AI-assisted notetaking gains steady support from Kaiser Permanente physicians – Kaiser Permanente Division of Research, April 2025
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