Verlängerungsantrag Psychotherapie: Begründung, Muster und Tipps
Verlängerungsanträge für Psychotherapie erfolgreich formulieren: Was Krankenkassen erwarten und wie Sie den Antrag strukturiert begründen.

Lesezeit: 7 Minuten
Es ist Montagmorgen, und zwischen zwei Sitzungen fällt Ihr Blick auf den Kalender: In drei Wochen läuft das Therapiekontingent bei mehreren Patienten aus. Die Therapieziele sind noch nicht erreicht, die Fortschritte sind da, aber der Weg ist noch nicht zu Ende. Jetzt heißt es: Verlängerungsanträge schreiben.
Der Verlängerungsantrag Psychotherapie gehört zu den administrativen Aufgaben, die viel Zeit kosten. Eine unklare Begründung oder schwammige Therapieziele können zur Ablehnung führen.
Was ist ein Verlängerungsantrag in der Psychotherapie?
Ein Verlängerungsantrag wird gestellt, wenn die bewilligten Therapiestunden nicht ausreichen. Er ist notwendig, wenn Sie über die Kurzzeittherapie hinaus behandeln möchten oder wenn das Kontingent der Langzeittherapie erschöpft ist.
Die rechtliche Grundlage bildet die Psychotherapie-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses. In der Verhaltenstherapie sind 60 Stunden als Langzeittherapie vorgesehen, verlängerbar auf bis zu 80 Stunden.
Wann sollte der Verlängerungsantrag gestellt werden?
Timing ist entscheidend. Sie sollten den Antrag mindestens vier bis sechs Wochen vor dem Ende des bewilligten Kontingents einreichen. Die Bearbeitung durch Krankenkasse und Gutachter dauert Zeit.
Wenn Sie sehen, dass nur noch zehn bis fünfzehn Stunden übrig sind, ist es Zeit, mit der Antragstellung zu beginnen.
Die Struktur des Verlängerungsantrags
Aktuelle Diagnose und Symptomatik: Beginnen Sie mit der ICD-10-Diagnose. Beschreiben Sie die aktuelle Symptomatik konkret. Nutzen Sie standardisierte Instrumente wie PHQ-9, GAD-7 oder BDI-II.
Bisheriger Therapieverlauf: Belegen Sie, dass die bisherige Therapie gewirkt hat. Beschreiben Sie messbare Veränderungen.
Begründung der Notwendigkeit: Erklären Sie, warum die bisherigen Stunden nicht ausreichen. Welche Therapieziele sind noch nicht erreicht?
Konkrete Therapieziele: Formulieren Sie klar, was Sie in den beantragten Stunden erreichen wollen.
Häufige Ablehnungsgründe vermeiden
Fehlende Fortschrittsdokumentation: Wenn nicht hervorgeht, dass die bisherige Therapie erfolgreich war, wird der Gutachter skeptisch.
Unklare Therapieziele: Wenn Ihre geplanten Interventionen schwammig bleiben, wirkt der Antrag unstrukturiert.
Fehlende diagnostische Absicherung: Aktualisieren Sie die Diagnostik vor dem Verlängerungsantrag und nutzen Sie standardisierte Tests.
Formulierungshilfen
Statt: Der Patient ist noch nicht stabil genug.
Besser: Trotz deutlicher Symptomreduktion (BDI-II von 28 auf 16 Punkte) zeigt der Patient in belastenden Situationen noch ausgeprägte Rückfalltendenzen.
Statt: Die Therapie läuft gut und sollte fortgesetzt werden.
Besser: Die bisherige Therapie zeigt gute Erfolge in der Symptomreduktion. Zur nachhaltigen Veränderung der zugrundeliegenden dysfunktionalen Schemata sind jedoch weitere Interventionen notwendig.
Moderne Tools zur Unterstützung
Das Schreiben eines gut begründeten Verlängerungsantrags kann schnell ein bis zwei Stunden dauern. Bei mehreren Anträgen pro Monat summiert sich das erheblich.
Genau hier setzt Psynex an. Die Software analysiert Ihre Sitzungen automatisch: Sie erkennt Diagnosen, bewertet Symptome auf Skalen, dokumentiert Fortschritte und erstellt strukturierte Zusammenfassungen. So bleibt mehr Zeit für die therapeutische Arbeit.
Fazit
Ein gut formulierter Verlängerungsantrag sichert Ihrem Patienten die Fortsetzung einer wirksamen Behandlung. Stellen Sie den Antrag rechtzeitig, dokumentieren Sie Fortschritte und formulieren Sie konkrete Therapieziele.
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